Checkliste - Anleitung zur Erstellung eines Businessplanes
(am Beispiel eines Hotel- und Gastrounternehmens)

 Aufbau eines Businessplanes

 1. Zusammenfassung

Dieses Kapitel ist der Businessplan in Kurzform. Ein Interessent sollte es in max. 5 Minuten
durchlesen und danach sagen können: "Aha, so funktioniert Ihr Geschäft, und das wollen Sie von
uns." Beschränken Sie Ihre Ausführungen auf ca. 2 Seiten.

Die wichtigsten Fragen lassen sich entsprechend dem Aufbau des BP wie folgt formulieren:

Þ Welches ist die Geschäftsidee, die wir mit unserer Unternehmung verwirklichen wollen?

Þ Welche Leistungen bieten wir an?

Þ An welche Gästegruppen wollen wir unsere Leistungen verkaufen?

Þ Wie wollen wir uns gegenüber den direkten Konkurrenten ab- und hervorheben?

Þ Mit welchen Mitteln wollen wir auf uns aufmerksam machen und unsere Leistungenverkaufen?

Þ Wer sind die Führungskräfte, welche für unseren Erfolg Gewähr bieten sollen und überwelche Erfahrungen verfügen sie?

Þ Welche Risiken können unseren Erfolg gefährden und wie gedenken wir darauf zureagieren?

Þ Wie hoch ist der Finanzbedarf? Wozu brauchen wir das (zusätzliche) Kapital? Wie soll das Projekt finanziert werden?

                                                                            Checkliste

2. Unternehmung

Hier soll die Unternehmung für Aussenstehende in ihrer

Þ bisherigen Entwicklung

Þ derzeitigen Ausgangslage und

Þ geplanten Veränderung

überschaubar gemacht werden.

 

Bisherige Entwicklung

Baujahr

wichtige Erneuerungsetappen

Erwerb (eigene Realisierung, Kauf, Erbnachfolge)

kurze Firmengeschichte

 

Derzeitiger Stand (Ausgangslage)

Eigentums- und Führungsverhältnisse

Rechtsform (Einzelfirma, AG, andere)

Firmenname

Eigentums- und Finanzierungsstruktur

Verantwortungsträger

Angebotsstruktur

Kategorie, Standart (Klassifikation SHV)

Auszeichnungen von anerkannten Gastroführern

Betriebstyp (Garni, Vollhotel, Apparthotel, Landgasthof, Unikat)

Zimmer- und Bettenstruktur (Anzahl Zimmer + Betten/Grösse/Komfort)

Restaurationsangebot (Lokale, Ambiance, Sitzplätze)

Infrastruktur (Unterhaltung, Seminar, Sport, Gesundheit etc.)

Grundbesitz (Parzellen/Grundfläche/Umschwung)

Wichtigste Kennziffern

Anzahl Zimmer- und Bettenbelegung/Æ Auslastung der Kapazitäten

Durchschnittserträge (je Zimmer, je Bett)

Gesamtbetriebsertrag (Umsatz)

Betriebsergebnis I/GOP/Cash-flow/EK-Rendite

Geplante Entwicklung (Veränderungen)

Eigentums- und Führungsverhältnisse

Angebotsstruktur

Wichtigste Kennziffern auf der Basis von Benchmarks                  Checkliste

 

3. Standort / Dienstleistungen / Produkte

Dieses Kapitel soll aufzeigen, inwiefern die Angebotsleistungen in Ihrem Unternehmen besonders
und einmalig sind und warum man Ihnen vor der Konkurrenz den Vorzug gibt.

Standort (Verkehrslage, Aussichtslage, Umfeld etc.)

Dienstleistungsangebot

Beherbergung

Restauration

Übrige Bereiche (Unterhaltung, Seminar, Sport, Gesundheit etc.)

Positionierung, Profilierung

Besonderheit der Angebotsleistungen (USP's)

Vorzüge gegenüber der Konkurrenz (eigene Stärken)

Nachteile (eigene Schwächen)                                                      Checkliste

 

 

4. Märkte

Führen Sie hier die hauptsächlichsten Märkte nach Herkunftsländern und Gäste-
segmenten auf, welche Sie heute und in Zukunft bearbeiten.

Marktübersicht

Wichtigste Zielmärkte

Herkunftsländer (Schweiz - Ausland)

Segmente, Nischen, Spezialmärkte (Individual-Gruppen/Ferien-Business/

Sommer-Winter etc.)

Marktstellung, Marktanteil

Marktbeurteilung, Marktchancen

ist auch in Zukunft ein interessanter Markt vorhanden?

kann dem Marktbedürfnis entsprochen werden?                              Checkliste

 

5. Konkurrenz

Welches sind Ihre direkten und indirekten Konkurrenten, welches sind deren Stärken und
Schwächen im Vergleich zu den eigenen?

Welches sind die direkten Konkurrenten (vergleichbare Betriebe im Ort)

Bezeichnung der Betriebe

Stärken - Schwächen

Sind weitere Konkurrenten zu erwarten?

Welches sind die indirekten Konkurrenten (vergleichbare Betriebe regional, national)

Bezeichnung der Betriebe

Stärken - Schwächen                                                                  Checkliste

6. Marketing

Wie gehen Sie bei der Vermarktung Ihrer Angebotsleistungen vor? Welche Mittel in Bezug auf
PR, Werbung, Verkauf etc. setzen Sie dabei ein? Welches ist Ihre Marketingstrategie?

Marktsegmentierung (Zielmärkte)

Herkunftsländer (CH - Ausland)

Segmente (Ferien-Geschäft, Sommer-Winter etc.)

Marketingmix (Gästestruktur)

Marktbearbeitung (Instrumente)

Verkauf (eigener Verkauf/Agenten)

Werbung / PR / Promotion

Inserate, Mailings, Informationen etc.

Leistungsgestaltung (Sortimentspolitik, Preispolitik)

Hotel

Restaurant

Umsatzziel

Marketingbudget                                                                          Checkliste

 

7. Organisation / Management

Geben Sie hier Auskunft über die Personen, welche für die Geschäftsleitung und damit für die
Verwirklichung der Ziele verantwortlich sind sowie über die Aufbau- und Ablauforganisation.

Geschäftsleitung

Name, Funktion, Personalien (ev. Ehepaar)

Ausbildung, praktische Erfahrung

Entlöhnung (Fixlohn - Beteiligungsform)

Aufgabenteilung, Organisation

Nachfolgeregelung

Management - Support von aussen (Berater)

Revisionsstelle (Wirtschaftsprüfung)                                            Checkliste

 

8. Risiken

Wo sehen Sie die hauptsächlichsten Risiken, welche Ihre Unternehmung in Zukunft bedrohen
könnten und wie gedenken Sie darauf zu reagieren?

Risiken

Abhängigkeiten, z.B. von Touroperators, einzelnen Herkunftsländern, einer starken
Führungspersönlichkeit, Witterungsverhältnisse etc.

Hohe FK-Verschuldung, Liquidität

Behördliche Auflagen

Alternativen

Umnutzungsmöglichkeiten

Finanzierungsalternativen                                                          Checkliste

 

9. Finanzen

Zeigen Sie anhand einer Planerfolgsrechnung realistische Umsatz- und Ergebnisziele auf und
stützen Sie darauf den Zukunfts-Ertragswert sowie den Finanzierungsplan ab.

Finanzierungsbedarf (Basis Investitionsrechnung)

Finanzplanung (Basis: Finanzbuchhaltung)

Planerfolgsrechnung

Finanzplan (3 - 5 Jahre)

Liquiditätsplan (1 Jahr/Quartal/Monat)

Finanzierung

Finanzierungsplan

Tragbarkeitsrechnung

Nachhaltigkeitsrechnung                                                               Checkliste

 

10. Anträge

 

Falls aufgrund der Ausführungen im Businessplan Anträge an die Leserschaft zu stellen sind,
werden diese in diesem Kapitel konkret ausformuliert.

Zwei Beispiele für mögliche Anträge:

1. "Wir beantragen für unser Projekt "Nova", das Investitionen im Umfang von Fr. 300'000.--
bedingt und zu einer Verbesserung des jährlichen Betriebserlöses von Fr. 65'000.--führt,

- eine Erhöhung unserer Hypotheken bei der xy-Bank um Fr. 195'000.-- auf Fr. 2 Mio.
  sowie
- ein SGH-Darlehen (oder Bürgschaft mit Zinsverbilligung SGH und evtl. Kanton) vonFr. 75'000.--."

2. "Auf der Basis der vorliegenden Finanz- und Liquiditätsplanung beantragen wir bei der
yz-Bank einen Aufschub der Amortisationszahlungen auf unserer Bankhypothek
(Nr..........) um ein Quartal auf Ende 19xx. Ab 19xx werden die Zahlungen wieder wie bisher fortgeführt."

                                                                                                 Checkliste

                           

11. Unterlagen / Dokumentation

Ergänzen Sie den BP mit einschlägigen, knappen und informativen Unterlagen, um den
Hauptbericht nicht unnötig zu belasten.

Anhang

Unterlagen, Dokumentation

Situationsplan

Projektpläne

Grundbuchauszüge

Baukostenschätzungen

Bilanz und Erfolgsrechnungen der Vorjahre

Logiernächtestatistiken

Unternehmungspolitik

Organigramm, Arbeitsablaufdiagramme

Verträge (Kauf-, Miet-, Baurechts- und/oder andere wichtige Verträge)

ev. Qualitätszertifikat

Prospekt- und Bildmaterial                                                          Checkliste

 

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